Walter Storms
Peter Krauskopf beschäftigt der Prozess des Übermalens. Allen seinen Bildern – den farbintensiven kleineren Tafeln und den in monochromen Farbverläufen gehaltenen Großformaten – ist gemeinsam, dass sie auf den ersten Blick abstrakt erscheinen. Dabei sind es Konkretionen eines Zeitverlaufs: Auf homogenen glatten Untergründen, die entweder aus abgeschliffenen, vielschichtigen, ehemals verworfenen Bildern oder monochromen Untermalungen bestehen, vollzieht Krauskopf einen einzigen Bild gebenden Eingriff. Er schiebt mit einer Rakel oder auch einem Pinsel einen breiten, gleichmäßigen Farbauftrag über eine bereits dagewesene Imagination. So entsteht eine Symbiose zwischen einem Bild der Vergangenheit und seiner Vollendung in der Gegenwart. Sie verbinden sein Museum der Bilder im Kopf – besonders der amerikanischen Farbfeldmalerei der 1960er Jahre, der deutschen Romantik und der holländischen Malerei des 17. Jahrhunderts –  mit der Intuition des Malers im Hier und Jetzt.
Peter Krauskopf (geb.1966) schloss sein Studium der Malerei an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig 1997 als Meisterschüler bei Prof. Arno Rink ab. Seither waren seine Arbeiten in zahlreichen institutionellen Einzelausstellungen zu sehen.
Peter Krauskopfs Werke sind in zahlreichen öffentlichen Sammlungen vertreten, u.a. im Kupferstichkabinett und der Galerie Neue Meister, Dresden, dem Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg, der Berlinischen Galerie und dem Paul-Löbe-Haus für Bundestagsabgeordnete, Berlin.


Presse zur Einzelausstellung im Künstlerhaus Bethanien, Berlin, 2015
"Peter Krauskopf im Künstlerhaus Bethanien, Berlin" von Jörg Heiser, frieze-magazin.blog, 24.4.2015

"Peter Krauskopf und der schöne Sog" von Christiane Meixner, Der Tagesspiegel, 29.04.2015