Walter Storms
Über die "Los Angeles Portraits" in unbewegtem monochromen Wasser führte Roland Fischers Weg zu großformatigen Kollektivportraits, die in ihrer feingliedrig flächigen Bildsprache eine neue Gattung innerhalb der Fotografie eröffneten.

Mit gleicher Klarheit wendete sich Fischer, geb. 1958, der Architektur zu und schuf souveräne neue Sichtweisen auf die transparente hochkomplexe Gotik und die sachlich orthogonalen Fassaden moderner Hochhäuser In seinem jüngsten Werkkomplex "new architectures" nähert sich Fischer emblematischen Gebäuden der modernen und zeitgenössischen Architektur.

Roland Fischer (lebt und arbeitet in Beijing und München) ist eine der Schlüsselfiguren der deutschen zeitgenössischen Fotokunst. Photo Technik International zählt ihn zu den 10 wichtigsten Fotografen Deutschlands. Seine Arbeiten sind Bestandteil zahlreicher öffentlicher Sammlungen und wurden in vielen nationalen und internationalen Ausstellungen gezeigt. Retrospektiven widmeten ihm die Pinakothek der Moderne, München (2003), das Museo Domus Artium DA2, Salamanca (2011) und zuletzt das Saarlandmuseum, Saarbrücken (2012).

"Fotokünstler Roland Fischer: Alles nur Fassade" von Eva Lehnen,
Spiegel Online, 30.7.2015